HISTORIE


 

EINE TRADITION DIE SCHON LANGE WÄHRT

Das Cafe Konrad war bereits in den 30er Jahren eine Institution in Vilsbiburg. So ist auf einer Werbekarte ziemlich selbstbewusst zu lesen: „Ludwig Konrad, Vilsbiburg, Kaffee-Restaurant; Telefon 12; Münchner Löwenbräu-Biere, Weißbier, eigene Konditorei, jederzeit Kaffee, Mocca, Tee usw. bestgepflegte Weine, Liköre, Schnäpse“.

Darüber hinaus wurde damit geworben, dass es „jederzeit auch heiße Getränke zum Verzehr“ gab – ein Vermarktungsargument, das heute nicht mehr wirklich ziehen würde.

Das Gebäude, das am Vilsbiburger Oberen Vormarkt – der jetzigen Oberen Stadt – angesiedelt ist, wurde bereits im Jahr 1903 von Franz Xaver Vogt errichtet. Es war im Jugendstil gebaut und deutlich stärker gegliedert, als es sich heute präsentiert. Den Plan für das Haus hat ein Josef Lehner gezeichnet, wie den Unterlagen des Vilsbiburger Heimatmuseums zu entnehmen ist. Schon damals prägte das Gebäude die Stuckfigur der Göttin Fortuna, die ganz oben auf dem Giebel steht.

Seit den 1950er Jahren
 

Die Hochzeit des Cafe Konrad war in den 50er Jahren, als es von „Franzi“ Hesel (eine geborene Konrad) betrieben wurde. Sie war die hochangesehene Betreiberin in dieser Zeit, bevor es in den 60er Jahren zu mehreren Pächterwechseln kam und im Jahr 1970 endgültig geschlossen wurde. Bis zum Jahr 2004 beherbergte das stattliche Gebäude einen Kleidungs-Discounter (HE-Markt).

Allerdings blieb außen an der Fassade immer der Schriftzug „Cafe Konrad“ bestehen und erinnerte an eine ehrwürdige Kaffeehaus-Ära, die 2006 wieder auflebte. Das Ehepaar Evi und Karl Setzwein, die in Frontenhausen eine Bäckerei betrieben, wagte den Schritt nach Vilsbiburg und hauchte dem Cafe neues Leben ein.

2017 folgte die Übernahme des Cafés und der Pension durch Marina Hochholzer und Fabian Schwarz.